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GvSH fordert: MARPOL IV-Neuregelung ökologisch effizient gestalten

MARPOL IV-Neuregelung ökologisch effizient gestalten

GvSH unterstützt Ausweisung der Ostsee als Abwassersondergebiet

(Kiel, 09. August 2010) Seit 2008 verfolgen die HELCOM-Vertragsstaaten das Ziel, die Ostsee als Abwassersondergebiet gemäß MARPOL Annex IV bei der IMO zu beantragen, um der zunehmenden Eutrophierung des Meeres durch Stickstoff und Phosphor zu begegnen. Obwohl der Hauptverursacher die Landwirtschaft ist und die Passagierschifffahrt mit einem Anteil von unter 0,01 % bei Stickstoff und unter 0,05 % bei Phosphor nur eine marginale Rolle spielt, wurden von der HELCOM beim IMO-Umweltausschuss Eingaben zur Ausweisung der Ostsee als Abwassersondergebiet mit Grenzwertrestriktionen für Einleitungen von Passagierschiffen eingereicht. Dr. Dirk Claus, Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V.: »Der Schutz der Meere vor Eutrophierung findet unsere volle Unterstützung.«

Gleichzeitig erwarten die Hafenstandorte, dass eine Neuregelung gemäß MARPOL IV ökonomisch wie ökologisch effizient ausgestaltet wird und eine Einleitung bordseitig aufwendig geklärter Schiffsabwässern in die Ostsee möglich bleibt. Schon heute verfügen moderne Passagierschiffe über dem neuesten Stand der Technik entsprechende Anlagen, die eine Wasseraufbereitung auf einem Niveau ermöglichen, das landseitigen Kläranlagen gleichkommt bzw. diese teilweise sogar übertrifft. Dirk Claus: »An die Abwasseraufbereitung an Bord dürfen nicht höhere Anforderungen als an vergleichbare landseitige Anlagen in den Ostseeanrainern gestellt werden. Wird Abwasser in hoher Qualität an Bord geklärt, so muss auch in Zukunft eine direkte Einleitung erlaubt sein. Ein Zwang zur Schmutzwasserabgabe in den Häfen ist nicht sinnvoll. Die dafür erforderlichen erheblichen Investitionen werden aufgrund der hohen Abwasserqualität heutiger Passagierschiffe kaum zu einer Verbesserung der ökologischen Gesamtsituation in der Ostsee beitragen. Das Augenmerk sollte daher auf eine ökologisch wie ökonomisch vernünftige Wasseraufbereitung an Bord gelegt werden.«

Derzeit verfügen nur wenige Hafenstandorte über entsprechende Infrastrukturen zur Übernahme großer Mengen von Schiffsabwässern. Hafenbetreiber und vor allem die Kommunen müssten Millionenbeträge aufbringen,um landseitige Leitungsnetze und Pumpkapazitäten anzupassen.

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Karte mit Standpunkten des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V.

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